Reklame ist, wenn ein junger Mann ein Mädchen kennenlernt und ihr sagt, was für ein großartiger Kerl er ist.
Werbung ist, wenn ein junger Mann ein Mädchen kennenlernt und ihr sagt, wie reizend sie aussieht.
PR ist, wenn ein junger Mann ein Mädchen kennenlernt und sie von anderen hört, was für ein feiner Kerl er ist.
Heinrich Alwin Münchmeyer
Public Relations (PR) bedeutet im wörtlichen Sinne "öffentliche Beziehungen". Es geht also darum, den Konktakt zur Öffentlichkeit herzustellen und zu pflegen.
Während Werbung auf Verkaufsförderung zielt, sorgt PR-Arbeit für einen hohen Bekanntheitsgrad und steuert das Image.
PR wendet sich meistens über die Medien, also über Zeitungen, Zeitschriften, Radio oder Fernsehen an die Öffentlichkeit. Das Internet bietet eine ideale Plattform, sich direkt öffentlich zu Wort zu melden.
frei nach Henri Nannen, Gründer des Stern
Jeder Text braucht eine Kernaussage. Eine Botschaft, die sich in die Küche rufen lässt. So wie im folgenden Fall:
Hans kocht in der Küche. Seine Ehefrau Grete sitzt gemütlich auf dem Sofa und liest den Stern. Nach der Lektüre des ersten Artikels ruft Grete ihrem Mann voller Empörung durch die geöffnete Küchentür: Mensch Hans, die in Berlin, die spinnen! Die wollen schon wieder die Steuern erhöhen.
Blog: In Blog steckt das Wort Log aus Logbuch. Wie ein Logbuch enthält ein Blog regelmäßige Aufzeichnungen, allerdings wird es nicht an Bord eines Schiffes geschrieben, sondern auf einer Webseite. Ein Blog ist ein Online-Tagebuch, dem Leser/-innen Kommentare hinzufügen können.
Oft sind Blogtexte sehr kritisch. Sie können Firmen sehr schaden, wenn die Texte Negatives über sie verbreiten. Immer mehr Unternehmen nutzen mittlerweile selbst Blogs für ihre Unternehmenskommunikation. Damit können sie Informationen über Produkte und Dienstleistungen veröffentlichen und zur Diskussion stellen.
Briefing: Bevor eine PR- oder Werbeagentur mit der Arbeit beginnt, sollte sie möglichst genau wissen, was ihre Kunden brauchen. Dazu ist ein sogenanntes Briefing nötig. Hier werden Informationen über das Unternehmen, Produkte, Dienstleistungen, Zielgruppe und Ziele gründlich erfragt und zusammengestellt.
Clippings: Wenn Pressemitteilungen geschrieben und verschickt wurden, möchte man danach auch wissen, wie viele Medien die Meldungen aufgegriffen und veröffentlicht haben. Mit Clippings lassen sich redaktionelle Platzierungen aufspüren und dokumentieren. Clipping Service (z. B. PMG Presse-Monitor) durchforsten zahlreiche Zeitungen, Zeitschriften und andere Medien und suchen mit Schlüsselbegriffen wo das Thema oder das Unternehmen auftaucht.
Issue Management oder Themenmanagement: PR-Beauftragte suchen nach Themen, die Medien interessant finden. Mit einer geschickten Auswahl, Gespür und einem langfristig angelegten Plan kann die PR Themen streuen und besetzen.
Wer Newsletter verschicken oder allgemein E-Mail-Marketing betreiben will, muss sehr sensibel mit den Adressen umgehen. Im Dezember 2008 wurden die gesetzlichen Grundlagen zuletzt angepasst. Daten- und Belästigungschutz haben Vorrang:
Unter anderem gilt Folgendes zu beachten:
1. Eindeutige Einwillungsklausel
Seriös kann Newsletter nur verbreiten, wer die Leserinnen und Leser vorher um eindeutige Zustimmung gebeten hat. Auch der Hinweis, dass der Newsletter jederzeit einfach wieder abbestellt werden kann, darf nicht fehlen.
2. Impressumspflicht und Abbestellmöglichkeit
Jede E-Mail muss am Ende immer ein Impressum und eine unkomplizierte Abbestellmöglichkeit enthalten. Zum Impressum gehören wie bei jeder Internetseite: Name, Anschrift, Vertretungsberechtigter, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Handelsregister- und Steuernummer.
3. Datenschutzhinweis
Wenn Sie eine E-Mail-Adresse speichern, müssen Sie sagen wofür die Daten verwenden, wie oft und wie Sie mit den Daten umgehen.
Mehr und Genaueres finden Sie hier
„Wenn Sie einen Dollar in Ihr Unternehmen stecken wollen, so müssen Sie einen zweiten in die Hand nehmen, um das bekannt zu machen.”
Die private Internetverbreitung in Deutschland steigt weiter an: 29 Millionen Haushalte (73 %) besitzen bereits einen Internetanschluss. Dies sind 2 Millionen mehr als 2008.
Die Zahlen des Statistischen Bundesamts vom 03.12.2009 bestätigen, was man ohnehin erwartet. Ältere Personen, besonders Frauen, sind noch wenig im Netz unterwegs. Nur 17 Prozent der Frauen ab 65 Jahren nutzen das Internet, während Männer in der gleichen Altersgruppe einen Anteil von 39 Prozent erreichten.
Je jünger die Menschen sind, desto geringer ist der Unterschied zwischen Frauen und Männern. Bei Personen zwischen 45 und 64 Jahren ist der Unterschied relativ gering (männlich: 76%, weiblich 68%), bei Personen in den Altersgruppen unter 45 Jahren sind praktisch keine Unterschiede auszumachen (10-15 Jahre: männlich: 96%, weiblich: 96%; 16-24 Jahre: männlich: 98%, weiblich 97%; 25-44 Jahre: männlich: 94%, weiblich 92%).
Was bedeuten die Zahlen für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit? Nur wer ältere Frauen ansprechen will, kann auf Online-PR verzichten. Alle andere sollten es forcieren.
40 Millionen Bundesbürger sind Mitglied in sozialen Netzwerken. Das entspricht drei Vierteln aller Internetnutzer, wie eine aktuelle Studie im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM ergab. Innerhalb eines Jahres sind 10 Millionen hinzugekommen.
Die meisten Mitglieder (73 Prozent) pflegen Freundschaften und informieren sich über Veranstaltungen und Treffen (50 Prozent). Auch für das Berufsleben steigt die Bedeutung der sozialen Netzwerke. Sieben Prozent der Community-Nutzer konnten darüber berufliche Kontakte knüpfen, elf Prozent haben ihre Allgemeinbildung verbessert.
Diese Zahlen meldete der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkomp) am 13. April 2011. Die ganze Pressemeldung lesen.
Die Hälfte aller Deutschen haben ein Profil in Facebook, Xing & Co. Sollten nun Unternehmen die Sozialen Medien auch für ihre PR und Öffentlichkeitsarbeit nutzen? Vor allem wer Privatkunden als Zielgruppe hat und wenn diese auch noch jung sind, dann sind die Sozialen Netzwerke sicher eine öffentlichkeitswirksame Plattform.
Allerdings gebe ich Jochen Mai Recht. Er stellt in seiner Karrierebibel 25 kritische Fragen, die zuerst sinnvoll beantwortet werden sollten. >> lesen
Vor allem der (enorme) Zeitaufwand für diese Form der Öffentlichkeitsarbeit sollte nicht unterschätzt werden. Wer gerne viel Zeit im Internet verbringt, gerne schreibt, keine Angst vor Verlust der Privatsphäre hat, der liegt gut im Rennen.